Chronik2018-02-23T09:26:49+00:00

Die Geschichte unseres Alpenhof Strenge

Ich stand unter Denkmalschutz und wurde trotzdem in einer Nacht- und Nebelaktion (etwa 1953/54) abgerissen. Grund dafür war, dass man nicht mehr mit diesen einfachen Bedingungen leben wollte. Lieber war man bereit, die Strafe für den ungerechtfertigten Abriss entgegen zu nehmen, als in mir zu wohnen. Meine Existenz reichte zurück bis in die Zeit von Maria Theresia.

1950 begann der Bau von dem sogenannten neuen Haus, also von meinem nächsten Ich. Der Bau war sehr beschwerlich, da alle Materialien von Podlanig mit einer Seilwinde auf die Strenge befördert werden mussten. Bewohnt wurde ich dann im Jahre 1951 zum ersten Mal.

1954 kamen durch Zufall zwei Motorradfahrer aus O.Ö., die den Fußweg von Podlanig aus nicht scheuten, um auf die Strenge zu kommen.
Dies war der Beginn des Fremdenverkehrs! Er war zwar zu diesem Zeitpunkt sehr schwer und umständlich, jedoch war ich immer schon ein Haus in dem man sich sehr wohl fühlte.

1967 mussten meine damaligen Besitzer wohl oder übel mich und die ganze Liegenschaft verkaufen. 1976 wurde ich dann von dem Ehepaar Ernst und Stefanie gekauft. Von diesem Zeitpunkt an wurden ständig Erneuerungen an mir vorgenommen.

1977 wurde der erste größere Zubau getätigt. Das bedeutete, ich verfügte nun über ca. 15 Zimmer und war sozusagen fremdenverkehrstauglich.

Von diesem Zeitpunkt an hatte ich keine Ruhe mehr. Andauernd wurden Veränderungen bzw. auch Vergrößerungen an mir vorgenommen.

Ernst und Fanni verstanden es wirklich, in den Jahren harter Arbeit, viele liebe Stammgäste zu gewinnen und aus mir ein gemütliches, komfortables Haus zu gestalten.

2003 wurde ich laut Papier weiter an die Jugend gereicht. An Sonja (Tochter) und Thomas (Schwiegersohn) mit Ihren Kindern Selina und Sandra.

Sabine die jüngere Tochter ist nach wie vor, auch wenn sie nicht mehr bei mir auf der Strenge wohnt, so wie auch Ihre Mutter Fanni, ein fester und wichtiger Bestandteil von mir.

Leider verstarb am 12.04.2003 ohne jegliche Vorzeichen, kurz nach der Übergabe, Ernst Aineter, der gute Geist von mir. Ernst und Fanni haben aus mir das gemacht, was ich heute bin.

Ein Haus mit Stil, ein Haus mit Charakter, ein Haus wo Gastfreundschaft von Herzen kommt.

Ernst, danke für Deine ganze Arbeit, dein ganzes Geschick und vor allem für deine ganze Liebe zu mir, deinen Gästen und deiner Familie – Danke Papa.